Ungarn: Anzahl kirchlicher Schulen seit 2010 verdoppelt

Die Anzahl der von den Kirchen getragenen Schulen in Ungarn hat sich seit 2010 verdoppelt. Darauf hat der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén (KDNP) zum Start des neuen Schuljahrs in Ungarn hingewiesen. Demnach besuchen aktuell rund 220‘000 Kinder eine von insgesamt 1067 kirchlichen Bildungseinrichtungen. Vor allem das Netzwerk an katholischen Schulen im Land wächst, wie Marianna Barcsák, Leiterin des Katholischen Pädagogischen Instituts (KaPI), in einem Interview des Portals Magyar Kurir berichtete. Landesweit gebe es bereits 321 katholische Schulen, alles in allem belaufe sich die Anzahl an katholisch getragenen Bildungseinrichtungen – darunter Kindergärten, Volksschulen, Gymnasien, aber auch immer mehr Musikschulen – auf rund 700.

Insgesamt haben laut Barcsák am vergangenen Montag 130‘000 Kinder das Unterrichtsjahr an katholischen Schuleinrichtungen begonnen. Der Großteil von ihnen besucht Volksschulen. An immer mehr Standorten entstünden aber auch Kindergärten oder Gymnasien. Zudem würden sich vor allem aus sehr kleinen Ortschaften bisher staatliche geführte Volksschulen dem Träger-Netzwerk der katholischen Schulen anschließen.

Der Vorsitzende der Ungarischen Katholischen Bischofskonferenz, Bischof András Veres, verwies zum Beginn des neuen Schuljahrs auf die besondere Qualität der kirchlichen Schulen. Diese würden zusätzliche Werte auf der Grundlage des Evangeliums vermitteln und „dienen dem Wohl der ganzen ungarischen Gesellschaft“, hielt Veres fest. (Quelle: Katholische Presseagentur Kathpress, www.kathpress.at)