Serbien: Bischof Grigorije stellt Aussagen in Danas richtig

Als Anfang Juli die serbische Tageszeitung Danas kritische Aussagen von Bischof Grigorije (Durić) von Düsseldorf und ganz Deutschland zur Vergabe staatlicher Gelder für den Kirchenbau angesichts der Corona-Krise publizierte, reagierte das serbische Patriarchat verärgert, wie im NÖK vom 9. Juli berichtet. Inzwischen hat sich Grigorije zu Wort gemeldet und klargestellt, er habe sich aktuell nicht zum Thema geäußert, Danas beziehe sich auf Aussagen von 2013. Im betreffenden Bericht war dies jedoch nicht ersichtlich.

Bischof Grigorije erklärte in einem kurzen Videostatement, Investitionen in Schulen und Krankenhäuser habe er 2013, als Bischof der Herzegowina gefordert. Jetzt habe er sich nicht wieder zu dem Thema geäußert, aber er bekräftigte seine damalige Position. Weder gegen die Sveti-Sava-Kathedrale noch gegen den Bau von Kirchen an sich habe er etwas. Im Gegenteil, in der Herzegowina habe er mit den Gläubigen zahlreiche Kirchen gebaut, aber jetzt stehe die Pandemie im Vordergrund. Er sei „für Kirchen voller gesunder Menschen, nicht für leere Kirchen und untergehende Krankenhäuser voller Menschen, die um ihr Leben kämpfen“, sagte er.

Das serbische Patriarchat, das in einem scharfen Statement Bischof Grigorije und Danas kritisiert hatte, hatte offenbar die im Bericht zitierten Aussagen Grigorijes ebenfalls als aktuell aufgefasst. In einem weiteren Statement zwei Tage später bestätigte das Kabinett des serbischen Patriarchen Irinej die Echtheit der ersten Erklärung und die Glaubwürdigkeit aller darin enthaltenen Angaben. Das Kabinett hofft, damit sei ein Schlussstrich unter das „überflüssige Thema“ gesetzt. (NÖK)

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